Home   Unternehmen   Architektur   Technische Gebäudeausrüstung   Veröffentlichungen   Kontakt   Impressum

Modernisierung, Umbau und Erweiterung der Saunaanlage im VITAMAR Bad Lauterberg - Projektbeschreibung
Das VITAMAR in Bad Lauterberg, welches Ende der 70 er Jahre in Betrieb genommen wurde, ist ein auch über die Harzregion hinaus bekanntes und beliebtes Erlebnisbad. Es bietet seinen Gästen neben einem Wellenbecken zwei Wasserrutschen, Whirlpools, Wasserfall und vieles mehr. Um das Programm abzurunden, den wachsenden Ansprüchen der Bevölkerung an Erholung und Komfort gerecht zu werden und nicht zuletzt um gegenüber Konkurrenzanlagen bestehen zu können, sollte auch die Saunaanlage modernisiert werden.
Seitens der Planungsgruppe Hildesheim wurde im Vorfeld ein Gutachten erstellt, welches neben einer Beschreibung des Ist-Zustandes der Saunalandschaft (Architektur und technische Gebäudeausrüstung), ein Modernisierungskonzept mit Kostenschätzung und eine Wirtschaftlichkeitsprognose beinhaltet.
Nach der Bestandsaufnahme im August 2005 und der Ratsentscheidung im Mai 2006 wurde im September 2006 mit der Umsetzung des Modernisierungskonzeptes begonnen.

Der Bestand
Obergeschoss
Im Obergeschoss der Sauna war bis zur Umgestaltung in erster Linie der Sonnenraum mit Solarien und Hydro-Jet angesiedelt. Darüber hinaus diente das Geschoss dem Zugang zum Hallenbad.
Das Treppenhaus zum Erdgeschoss wurde vom übrigen Raum durch eine Pfosten-Riegel-Fassade abgetrennt. Direkt am Treppenabgang gelangte man in einen Ruheraum, der lediglich als Ablageraum und zum Kurzaufenthalt diente. Ebenfalls im Obergeschoss angesiedelt war ein Lagerraum.

Erdgeschoss
Im Erdgeschoss befand sich der eigentliche Saunabereich.
Neben den Vorreinigungsduschen und den WC-Anlagen wurden hier insgesamt fünf Saunaräume angeboten. Die Holzverschalung war in allen Kabinen ähnlich und mittlerweile abgenutzt und unansehnlich geworden.
Der Abkühlung dienten zwei Tauchbecken, von denen eines außer Betrieb genommen werden musste, da es zu Undichtigkeiten gekommen war. Im Abkühlbereich befanden sich drei Schwallduschen, eine Brause und zwei Kneipp-Schläuche.
Die Ruhebereiche entlang der Südost- und Nordost-Fassade wurden mittels einer Glasfassade von der übrigen Saunahalle getrennt. Sämtliche Wände waren deckenhoch weiß gefliest.
Eine Bar oder ein Bistro wurden innerhalb der Saunaanlage nicht angeboten. Leider gab es auch keinen Saunagarten.

Das Entwurfskonzept
Seitens der Planungsgruppe Hildesheim wurde ein Modernisierungskonzept erarbeitet, welches die angesprochenen Defizite behebt, die Saunaanlage konkurrenzfähiger macht sowie zur Bindung von Stammgästen und zur Kundenneugewinnung beiträgt.
Ziel war es, bestehende Anlagen in der Umgegend nicht nachzuahmen sondern vielmehr vorhandene Stärken herauszuarbeiten und die Sauna durch Alleinstellungsmerkmale zu einem nahezu einmaligen Erlebnis für den Besucher werden zu lassen.
Das Modernisierungskonzept wird von drei Grundgedanken geprägt:

    1. die Wiederbelebung des Obergeschosses
    2. die Aufwertung des Erdgeschosses
    3. die Neubildung eines Saunaaußenbereiches

Obergeschoss
Um das Obergeschoss reaktivieren zu können, musste einerseits nach Attraktionen bzw. Funktionen gesucht werden, die den Besucher in diese Etage ziehen und ihn dort verweilen lassen. Andererseits musste die Ebene aufgewertet werden, um den Aufenthalt angenehm zu gestalten und den Besucher willkommen zu heißen.
Erste Maßnahme war der Abbruch der gesamten Pfosten-Riegel-Fassaden und der raumbegrenzenden Wände des Ruhebereiches sowie die Entfernung der Solarienkabinen. Der Lagerraum wurde dem zukünftigen Saunabereich zugeschlagen.

Die harmonische Form des gerundeten Treppenhauses wurde aufgenommen und geschwungen weitergeführt und steht so als Sinnbild für den Fluss des Wassers und die Grundidee des VITAMAR – die Welle.
Da das Obergeschoss auch zukünftig seine Funktion als Schleuse zum Hallenbad behalten würde, musste nach einer Funktion gesucht werden, die dem nicht entgegen steht. So entstand die Idee des KOMMUNIKATIONSGESCHOSSES.
Ein Defizit der bestehenden Anlage war die fehlende Gastronomie. Da in einem Bistro mit Bewegung und einer gewissen Lärmbelastung zu rechnen ist, eignete es sich besonders gut zur Anordnung im Obergeschoss.
Zwei Solarien und ein Hydro-Jet wurden als Abschottung zwischen Sauna und Hallenbad angeordnet. Dazwischen befindet sich die Textilschleuse mit Ablagefächern und Regalen.
Die beiden übrigen Solarien, ein Lagerraum sowie sanitäre Anlagen sind
im “Rücken” der Saunabar vorgesehen.

An der Nord-Ost-Fassade wird eine offene Lese- und Ruhezone angeboten. Im Anschluss an die Gastronomie lädt eine Sitzecke mit Panorama-Kamin zum Verweilen und Entspannen ein.
Das hinzu genommene Lager wurde zum Massageraum umgestaltet.

Der gesamte obere Bereich wird von den Farben blau und grün bestimmt, was die Zusammengehörigkeit zum Hallenbad symbolisieren soll. Um die Dominanz der Stabkonstruktion abzuschwächen, wurden abgehängte runde Deckensegel eingesetzt.

Erdgeschoss
Entsprechend den Entwurfsgedanken und als Gegenpol zur oberen Etage befindet sich in der unteren Ebene das MEDITATIONSGESCHOSS.
Die Lage der einzelnen Bereiche innerhalb des Geschosses blieb erhalten, so dass sich die Saunakabinen entlang der Innenwände und die Ruhebereiche mit Bezug nach außen entlang der Fassaden aufreihen. Auch die zentral angeordneten Abkühlduschen wurden an dieser Stelle belassen.

Auch nach der Modernisierung werden weiterhin fünf Saunakabinen angeboten.

    1. Finnsauna 90° mit Event-Aufguss-Ofen
    2. Bio-Soft-Sauna 60°/40% mit Salzkristallsäule und Farblichttherapie
    3. Dampfbad mit Soleverneblung
    4. Waldsauna mit Aufguss-Ofen
    5. Euka-Sauna 70°/30% mit Kräuterkessel

Als Symbol der Wärme und des Feuers dominiert in der Saunaebene die Farbe rot. Die Kombination mit Quarzit und Holz schafft ein gemütliches Ambiente.
Der mittig angeordnete Abkühlbereich nimmt das Leitthema der geschwungenen Formen auf. Es werden fünf Rundduschen mit Schwall-, Stachelbrause, Eimer-Dusche und Kneipp-Schlauch angeboten. Die Erlebnisdusche hat Düsen in unterschiedlichen Höhen, deren Einsatz mit verschiedenen Farblichtern unterstützt wird.
Als weitere Abkühlmöglichkeit stehen ein Tauchbecken und ein Eisbrunnen zur Verfügung.
Nach der Abkühlung findet der Besucher Entspannung auf der Wärmebank mit Fußbecken. Anschließend kann zum einen der asiatisch eingerichtete Schlafraum aufgesucht werden. Zum anderen lädt der mediterrane Wintergarten mit Blick in den Saunagarten zum Erholen ein.
Im Außenbereich erwartet den Besucher ein rustikales Kelo-Blockhaus. Neben Liegebereichen auf der Wiese kann sich der Besucher auch auf der Sonnenterrasse entspannen und seinen Blick über das Wasserspiel und die ihn umgebende Harzlandschaft schweifen lassen.

Am 16.03.2007 wurde die neue Anlage ihrer Bestimmung übergeben und erfreut sich seitdem bei alt und jung großer Beliebtheit.

   zurück


PGH Hildesheim GmbH   Immengarten 49   31134 Hildesheim

 

Fon 05121 / 1382-0   Fax 05121/1382-30   pgh@pgh-baeder.de